Mittwoch, 4. Februar 2026

Wer bin ich in der Natur

 


 

Wer bin ich in der Natur? 

Eine Wölfin der Zerrissenheit

Ein Strom wilden Denkens

Eine Beterin vor den Wasserfällen

Eine Getriebene in den Gesetzen der Gezeiten

Eine Verwilderte ohne Putz

Mir eine Geliebte im Chaos

Aber Halt!

Die Milch zerrinnt mir im Café

Worte helfen meinen stolpernden Gedanken

Himmelschilder beruhigen meine urbane Verwahrlosung

Die Einsamkeit in den Schären farbenfroher Klippen

Dazwischen schläft die wahre Natur

Die mir wahre fremde Natur

Ich ziehe die Schuhe aus und die Socken streife ich von den Füßen

Ich stehe auf feuchter Erde

Ich stehe in der Natur

Ich die polternde Berlinerin

Eine Großstadtpflanze

Die Natur lacht

Sie braucht mich nicht

Trotz dem bin ich das in der Natur

Verstreue furchtlos Deine Asche

In den Strom Havel

Und schwimme unter Dir hindurch

Altgeworden

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