magisches leben

ein spielplatz für die magischen momente im leben

Mittwoch, 8. April 2020

GEBET Vertrauen




VERTRAUEN

Vertrauen darauf,
dass das,
was ist,
genauso sein soll.

Vertrauen darauf,
dass das
Du sich im
Ich spiegelt.

Vertrauen darauf,
dass Fügung
verfügbar lebt
ohne Zutun.

Vertrauen darauf,
dass aller
Schrecken im
Frieden  lächelt.

Vertrauen darauf,
dass wir
auf grüner
Aue weiden.

Vertrauen darauf,
dass Dein
Nein mein
Ja erlaubt.

Vertrauen darauf,
dass du
mich zu
frischen Wassern führst.

Amen




Dienstag, 7. April 2020

Lyriksterne FREISCHWEBEND





Alles bleibt
Anders als
Abgesichert
Freischwebend
Trete ich die Luft

Alles verändert
Mich nicht
Oft ahne
Ich Dich
Frei Schwebend

Ich lege
Deine Arme
Fest
Gehalten
Um meinen Mund

Ich atme Dich
Freischwebende Küsse
Halte ich verborgen


Sonntag, 5. April 2020

Corona ohne Ende und wenn, was für eines?Hinweis auf den Newsletter von Heribert Prantl



 Photos Ute Braun/Erlaubnis zum Photografieren und zur Veröffentlichung hier gegeben

Als ich heute zum Kulturforum lief, um dort die einsame Atmosphäre zu fotografieren, traf ich drei junge Frauen, die sich dort grade trafen, herzlich umarmten und begrüßten und ihr Skatertraining absolvierten. Ich war hingerissen und fragte, ob ich sie fotografieren und in meinem Blog veröffentlichen dürfte. SELBSTVERSTÄNDLICH!Sieht diese Skaterin nicht phantastisch aus?!!! So viel zu: Keine hat die Freiheit zu gehorchen!(Hannah Arendt)

Aus gegebenen Anlass habe ich den Newsletter von Heribert Prantl der Süddeutschen Zeitung hier im Post danach abgedruckt. Ich bemerke selber, dass kritische Positionen und nachdenkliche Bemerkungen und Ausführungen von vielen Frauen in meiner Umgebung als Irreführung oder Fakenews abgewehrt werden. Sie zeigen Spuren von Angst und verstecken sich hinter den Tönen der Regierung.Immer seltener ist es möglich geworden, andere Töne, gegengebürstete Fachbeiträge ruhig und gelassen vorzutragen. Was nicht ins Muster der Gehirnwäsche passt, wird als Irrsinn betitelt und behandelt. Unter Gehirnwäsche verstehe ich den Riesenhype der Regierungen, der Medien und ganz alleine des Robert Koch Instituts NUR UM CORONA.Ich gehe an manchen Tagen durch meine Welt und frage mich, was dieser großangelegte Stillstand wegen Corona in Wirklichkeit sein kann.Menschen isolieren, sie in ihren Wohnungen festzuhalten. Die Obdachlosen verschwinden dabei mal ganz nebenbei, die haben keine Wohnungen.
Isolation wird als Schutz vor Corona gepriesen, was Isolation sozial und psychisch bedeutet wird gar nicht erwogen, jedenfalls nicht öffentlich. ES BEDEUTET FOLTER! GEWALT!
Mir fällt auf, dass die bargeldlose Bezahlung zur virenfreien Zone erklärt wird, dass Bücher kaufen anscheinend weniger gefährlich sein soll als mit Kindern auf einen Spielplatz zu gehen. Ich will nicht missverstanden werden, ich bin froh, dass ich mir noch Bücher kaufen darf! Aber wie lange noch? Ich erlebe, dass Menschen ihres Aufenthaltsbestimmungsrechts beschnitten werden. In unserem eigenen Land werden mehr Mauern hochgezogen als noch vor 30 Jahren standen.
Ich glaube nicht daran, dass ich Viren abtrennen kann. Sie sind länger da als ich. Ich habe zu respektieren, dass die Welt um mich nicht meinen Gesetzen gehorcht, sondern ihre eigenen Abläufe mitbringt und ich habe dies zu integrieren.
Die Arbeitsplätze von Milliarden Menschen werden als Preis in Kauf genommen für WAS?
Die Obdachlosen sind ihrer Lebensgrundlage enthoben, wenn wir nicht draussen sind, können sie nicht betteln. Ohne unsere Kreditkarten kommen sie nicht an Nahrung. Ihre Lebensmittelausgaben sind geschlossen. Die Kleiderkammern auch. Welch ein Keil in dieser Gesellschaft da hineingerammt wird, mal soeben nebenbei!
Die Finanzmärkte sind heute gefährdeter als beim Finanzcrash.(Darum tuts mir nicht leid, aber sie sind wesentlicher Bestandteil unserer Wirtschaft gewesen und wurden seit dem Finanzcrash nicht wirklich umgestaltet.)Warum wird dies in Kauf genommen?
Die Not der Menschen wird vergrößert, sie wird flächendeckend erheblich erweitert.
Und ganz mal nebenbei wurde Frydaysforfuture einfach mal lahmgelegt. Die Schüler durch Schulschliessungen isoliert. Waren die so gefährlich?! Ja!!!!
Ich kann nicht so tun, als würde ich nicht ahnen, dass dies alles ein unguter Anfang sein kann, ich schreibe: SEIN KANN!
Ich hoffe noch sehr, dass es Rettung geben kann, immer, aber ich glaube, diese Rettung muss von der Bevölkerung ausgehen, also von uns. Dies gewaltlos zu tun, wird eine große Herausforderung, aber genau darauf wird es ankommen.

Ich habe meinen kritischen Blickwinkel von dem Newsletter von Heribert Prantel getrennt gepostet, weil ich das eine nicht mit dem anderen vermischen will. Aber ich halte seine Stimme für eine solidarisch soziale und rechtlich aufgeschlossene. DANKE HERR PRANTL.Ich gebe zu, in dieser Woche habe ich mehr als sonst auf Ihren Sonntagsbrief gewartet.



Noch eine komische Bemerkung: wer bitte will eine Schutzmaske aus China tragen?Nicht, dass ich dies in der Not nicht täte, aber den Widerspruch der Öffentlichkeitsarbeit möchte ich erklärt haben.

Zur weiteren Lektüre empfehle ich immer wieder gerne:

salamandra.de  

Ich mußte schmunzeln über Selbstgespräche, ja, die führe ich in so heftiger Manie, dass es mir Recht wäre, wenn die materielle und immaterielle Welt bereitwillig antworten würden. Ich hätte keine Probleme damit, wenn meine Sessel und meine Stifte mit mir ins Gespräch gingen. Was niemand weiß, ich höre ihre Stimmen.



 



Newsletter von Heribert Prantl an alle Abonnenten desselben

    Sehr geehrte Frau Braun,

vor einem Jahr haben wir gefeiert und die Grundrechte gepriesen. Wir haben uns, zum siebzigsten Jubiläum des Grundgesetzes, an dessen Mütter und Väter erinnert - an wunderbare Demokraten wie Elisabeth Selbert und Carlo Schmid, an Widerstandskämpfer gegen Hitler wie Hermann Lous Brill und Jakob Kaiser. Als sie die Grundrechte formuliert haben, lag Deutschland in Trümmern, in Schutt und Elend. Der Katalog mit den Grundrechten entstand in einer Welt voller Unsicherheit. Hunderttausende "displaced persons" zogen damals durchs Land, ansteckende Krankheiten grassierten. Die Grundrechte sollten Sicherheit geben in einer Welt der Unsicherheit.

Ein Fingerschnippen der Exekutive

71 Jahre später, in der Corona-Krise, soll nun die Aussetzung dieser Grundrechte Sicherheit geben. Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik sind sie so flächendeckend, so umfassend und so radikal eingeschränkt worden. Die Freiheiten der Bürgerinnen und Bürger werden, wegen Corona, auf vorerst unabsehbare Zeit in bisher unvorstellbarer Weise beschnitten und aufgehoben - ohne großen gesetzgeberischen Aufwand, mit einem Fingerschnippen der Exekutive quasi. Es wurde eine Stimmung geschaffen, in der sich Menschenrechte und Menschenleben gegenüberstehen und die amtlich verordnete Aussetzung von Menschen- und Bürgerrechten als Preis für die Rettung von Menschenleben gilt. Es gibt daher eine große, bestrafungsgestärkte Bereitschaft der Menschen, durch das Ertragen dieser Maßnahmen Solidarität zu zeigen mit den Risikogruppen.

Nationaler Hausarrest

Die Schulen, die Kirchen, die Theater, die Kinos, Museen, die Säle und Stadien, die Kaufhäuser, Kindergärten, die Gasthäuser und Sportstudios, die Kultur- und die Einkaufszentren sind leergeräumt, die Volkshochschulen und die Veranstaltungskalender auch. Die Bewegungsfreiheit der Menschen wurde massiv eingeschränkt, die Gewerbefreiheit ist ausgesetzt, das Recht auf Eigentum ist suspendiert, Freizügigkeit gibt es nicht mehr, es gibt deutschlandweit Kontaktverbote und Kommunikationssperren, Hausarrest für die Bevölkerung. Das soziale und das wirtschaftliche Leben ist schwer erschüttert.

Die verschwundene Streitkultur

Und es gibt kaum Protest dagegen und keine Demonstrationen; letztere sind ja heute verboten. Die Grundrechtseingriffe im Corona-Jahr 2020 sind extremer, als man es in den sechziger Jahren befürchtete, als gegen die Notstandsgesetze demonstriert wurde. Demonstrieren - das konnte man damals, das tat man damals. Der Kampf gegen die Notstandsgesetze hat die noch junge Bundesrepublik verändert. In einem Land, das auf Untertanengeist gedrillt war, regten sich damals Widerspruch und Widerstand, auch schrill, mit Zuspitzungen und Übertreibungen; es entwickelte sich Streitkultur.

Jetzt passiert das Gegenteil. Die Reaktion auf Corona verändert die gereifte Bundesrepublik. In einem Land mit einer bislang ausgeprägten Streitkultur verschwinden Kritik und Protest.

Wo ist das kritische Potential der Gesellschaft?

Eine Diskussion über Alternativen zur Aussetzung der Grundrechte hat praktisch nicht stattgefunden. Eine nennenswerte Debatte, ein Aufbegehren gab es nur, als Gesundheitsminister Jens Spahn das Handy-Tracking ins Infektionsschutzgesetz schreiben wollte. Die geplante Maßnahme wurde, nicht nur von Datenschützern, heftig kritisiert. Spahn hat dann, vorerst, wie er sagte, auf sie verzichtet. Die Schriftstellerin Juli Zeh hat dazu am Samstag in der Süddeutschen Zeitung richtig bemerkt, es sei "erstaunlich eigentlich, dass den Menschen ihr Handy wichtiger ist als ihre Bewegungsfreiheit oder die Schulpflicht ihrer Kinder". Erstaunlich ist es auch, wie stumm ansonsten die Schriftsteller in der Krise sind. Man hört und sieht vom kritischen Potential dieser Gesellschaft sehr wenig.

Das Virus hat die Menschen und den Rechtsstaat befallen

Hätte jemand vor einem Jahr, bei einer der vielen Grundgesetz-Feiern, die umfassende Aussetzung der Grundrechte vorhergesagt - er hätte als Spinner gegolten. Hätte er gesagt, dass das sogar ziemlich klaglos funktioniert, dass eine gewaltige Mehrheit der Bevölkerung diese staatlich verordneten Rigorositäten für richtig hält - man hätte ihn ausgelacht. Aber es ist so: Derzeit stimmen nach Umfragen 93 Prozent der Menschen diesen Maßnahmen zu. Die Macht der Bilder von den Corona-Toten aus Italien hat dazu geführt und die Macht der Statistik. Die Zahlen der bloßen Corona-Infektionen wurden und werden verkündet wie die Zahlen von Katastrophenopfern, und die Aussetzung der Grundrechte galt und gilt als Rezept gegen Corona. Das Virus hat nicht nur Menschen befallen, sondern auch den Rechtsstaat.

Die Nöte der Not

Das Land lebt im Notstand, der aber nicht Notstand genannt wird, sondern Shutdown, weil das gefälliger klingt. Die Väter des Shutdowns sind keine gewählten Politiker, keine Leute, die in Regierung oder Parlament Verantwortung tragen. Es sind vor allem zwei Virologen: Lothar Wieler, Chef des Robert-Koch-Instituts, und Christian Drosten, Leiter der Virologie an der Berliner Charite. Es sind dies zwei ganz hervorragende Medizinwissenschaftler und Epidemiologen. Aber: Eine demokratische Gesellschaft darf nicht nur auf Epidemiologen hören.

Die Bundeskanzlerin muss eilig einen großen Krisenstab einrichten, in dem nicht nur Virologen und Gesundheitsexperten, sondern auch Grundrechts- und Gesellschaftsexperten sitzen - Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Expertinnen und Experten aus allen Bereichen der Gesellschaft. Sie sollen, sie müssen die Lage umfassend analysieren und den Ausstieg aus dem Lockdown vorbereiten. Das kann, das darf nicht allein die Sache der Naturwissenschaft sein, die ist einseitig, sie ist derzeit medizinisch-virologisch. Die Bundeskanzlerin ist selber Naturwissenschaftlerin, Physikerin. Naturwissenschaftler haben andere Vorstellungen von dem, was systemrelevant ist, als Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler, als Psychologen, als Experten aus Kultur, Kunst und Religion. Es geht um einen ganzheitlichen Blick auf die Gesellschaft.

Es gibt viel zu tun. Es geht um den guten Weg aus der Krise und um die Rückkehr zu guter demokratischer Normalität.

Dass wir diesen Weg bald finden - das wünscht sich und uns allen
Ihr 
Heribert Prantl, 
Kolumnist und Autor der Süddeutschen Zeitung
   



LYRIKSTERNE Ich ziehe neue Seiten auf, LARGO eben





Lyriksterne
ICH ZIEHE NEUE SAITEN AUF

Ich schlage neue Töne an
Und ziehe neue Saiten auf
Ich fange von vorne an
Mein Klangkörper
                                   Dehnt sich
                                   Ins Weite.


Neue Harmonien
Streifen alte Misstöne
Behutsamer Gleichklang ruht
Verheißungsvoll
                         Im ausgedehnten Körper
                         Wohin mit allen Tönen?


Kompositionen straucheln
Lieder harren in der Schleife aus
Gesänge ruhen
Bewegungen auch

LARGO eben

https://www.youtube.com/watch?v=Rm8lM1BC5x4 

oder in dieser von mir favorisierten Fassung 

https://www.youtube.com/watch?v=OdeOyrLHdSg

Und zum Thema NÄHE: sie stellt sich bei Hören ein