Montag, 2. November 2026

Der Zauber des Wandels

 

 

 

Zugegeben, nicht aller Wandel im November wirkt besonders einladend,

nasse Kälte, Totensonntag, Dunkelheit, Schmuddelwetter, Energiekosten, um nur einige zu nennen.

Aber STOP

Perspektivwechsel

Nur einen Moment lang

 

Versuchen wir doch einmal uns verzaubern zu lassen von der Dunkelheit und zünden Kerzen an und schauen, was ist noch zu sehen, was wirkt in der Dunkelheit einladend, wohin führt mich die Dunkelheit, zu was lädt sie mich ein...

 

Die Meisen, der Eichelhäher, ein Falkenweibchen sind plötzlich wieder da...ich sitze im Dunkeln und beobachte, wie sie sich über meine Futterstellen hermachen...das hat mir gefehlt...dies Stillsitzen und rausschauen und Futter auslegen und mich an den Rückkehrerinnen zu freuen...

 

Und nur ein Wandel, die Dunkelheit nach dem hellen Sommer hat mich dahin geführt

Die Umarmung und Verzauberung der Dunkelheit

Wandel schönt das Leben

Verzaubert es





 

Sonntag, 1. November 2026

Novemberblues?Novemberblues!

 



1.11.2026

November

Der Monat der Wandlungen Veränderungen

Der Monat des Gedenkens an die Verstorbenen

 

Die Blätter vor meinen Fenstern erröten und vergilben

Trete ich zurück, erscheinen die Fensteraussichten wie gemalte Bilder

Da ist ein großes Glück darin, mitten in der Stadt solche Naturbilder

 

Alles verändert sich

Stirbt und erinnert zugleich ans Wiedergeborene

Da wo die Blätter fallen wird schon im Dezember die neue Knospe geboren

Herbst ist die bildgewordene Veränderung

Es ist kein Anfang sondern eine meandernde Lebensführung

 

Ich kann mich

Bei den Jahreszeiten

Nicht entscheiden

Ich verfalle jeder

Immer aufs Neue

 

So gehe ich denn

Mit den Toten und den Lebenden

Zum Jahresende hin

Eine melancholisch gestimmte Zeit



 

 

 

Mittwoch, 21. Oktober 2026

Kleine Übungen für einen kreativen Alltag

                                        Cafe Inspirationen
                                            zu zweien

                                    Schätze Farbschätze
 

 

Ich bin ein großer Fan von

Inspirationskarten

Anregungen für den spielerischen Alltag

 

Eine ganz große Fundgrube waren für mich in diesem Jahr folgende Materialien:
GRAPEFRUIT ab book of instruction and drawings by yoko Ono. Auf Englisch, aber wirklich niedrigschwellig sehr verständlich. Daraus zeige ich Euch heute eine bezaubernde Übung.

Die andere Quelle war HOW TO LIVE AN ARTFUL LIFE von Katy Hessel/366 Inspirations from artists on how to bring creativity to your everyday. Dies Buch gehörte zu meinem Frühstücksritual.Beim Cafetrinken lesen, dann die entsprechende Künstlerin im Internet suchen und mir ihre Kunst anschauen.

Beide Bücher kann ich uneingeschränkt empfehlen.

Ein drittes Buch ist auch so toll: KREATIV DIE KUNST ZU SEIN von Rick Rubin mit wundervollen Inspirationen, Beschreibungen und Übungen. Ich hatte von diesem Buch gelesen und im Rundfunk gehört, als ich dann im Frühjahr eine junge etwas punkig anmutende junge Frau auf einer Parkbank völlig versunken darin lesen sah. Das Bild prägte sich mir so warm ein, und ich dachte, wenn so eine Person so konzentriert die Buch liest anstatt im handy herumzusurfen, dann muss es gut sein. Ich sprach sie dann auch an und sie begann sofort mir eine Stelle vorzulesen und schwärmte auf eine Weise, die komplett zu mir passte. Witzig war dann, dass ich als ich das Buch bei einer Buchhandlung kaufen wollte, eine ganz junge Verkäuferin mich sofort fragte, ob ich es auf englisch oder deutsch haben wolle und ich bei deutsch blieb, sie sofort wußte, wo es stand und mir vollkommen unverbindlich eine kurze inhaltliche Zusammenfassung dieses Titel gab.An der Kasse schwärmte ich von dem tollen Service von der Verkäuferin bei der Chefin und sie schaute mich lächelnd an: Das ist unsere erste Auszubildende, sie ist seit einer Woche bei uns und beeindruckt uns jeden Tag aufs Neue.Toll, wenn junge Frauen schon für ihren Beruf brennen. Auch das ist ja eine Form kreativ zu leben.

Ich werde bis Jahresende jetzt mal immer etwas aus diesen Fundgruben hier vorstellen.

Und jetzt YOKO ONO: Versuche einen Tag lang mal, gar nichts negatives oder abwertendes über andere Menschen zu sagen. 

Dann 45 Tage lang.

Dann drei Monate.

Schau, beobachte, was mit Deinem Leben geschieht.

Ich finde diese Übung eine Herausforderung in allen Zeiten, insbesondere aber in unserer Gegenwart, in der wir oder ich ständig Gespräche über politische Verhältnisse und Abschätzungen führe. Der Fokus verändert sich enorm. Es ist einfach toll zu merken, wie der Blick aufs Gelingen, Fördern, Wünschen gelenkt war bei mir. Ich konnte weiter diskutieren, aber es verändert viel. Wenn Ihr Lust habt, versuchts mal einen Tag lang und vielleicht dann eine Woche und sucht Mitspielerinnen.

Viel Freude 

Dienstag, 20. Oktober 2026

Ernte und die letzten Jahreszeiten erwarten


Jetzt geht sie wieder los die Zeit
der Ernte
des Apfelschälens und Apfelkompott kochen
die Stunden des Kerzen drehens und Entzünden
die Kränze winden für die Türen und Tische
Die Überlegungen, was mache ich in diesem Jahr Weihnachten, wie will ich es feiern
wie könnte ein Adventskalender aussehen, was tue ich da rein
gibt es schon frische Nüsse
auch die Zeit des Resümmierens kommt
was hat mir in diesem Jahr gut getan
welche Begegnungen erinnere ich
wo möchte ich dabeibleiben
was möchte ich wagen
was fürchte und vermeide ich und warum
Ja es geht aufs Jahresende zu, eine stille und meditative Zeit im November
ein lichtfrohe hoffnungsvolle Zeit im Dezember
und dann ab in die Rauhen Nächte
 
Darauf eine Kerze anzünden und Lebensfreude genießen
 
 

 

 

Freitag, 16. Oktober 2026

Du bist Berlin ...S Bahnfahren nach dem Streik

 


DU BIST BERLIN

 

S- Bahnhof Zoologischer Garten, kurz nach dem Streik. Eine Ansage über Mikrofon:

„also jetzt sollte der Zug nach Spandau einfahren.“

Pause…

„wo der jetzt abgeblieben ist, wees icke och nich!“

Gelächter auf dem Bahnsteig.

„ja Mensch sie lachen, aber ick blicke hier nich mehr durch.“

Noch mehr Gelächter.

„blickt in Berlin überhaupt noch jemand durch??????????“

Einhellig, wie auf Kommando im Kasperletheater vom Bahnsteig:“NÖÖÖÖ“

Eine verzagte Stimme im Hintergrund: „Herta hat verloren“

Die Stimme über Mikrofon: „das habe ich gehört und das ist nun wirklich keene Überraschung!“

Wieder die verzagte Stimme: „was erwarten sie eigentlich von uns. wir haben nicht einmal eine ordentliche Regierung. Nur eine, die die Tassen in den Schränken zählen wollte!“

Großes Gelächter all überall.

Ein Zug fährt ein. Nach wie vor eine irritierte Stimme über Mikrofon:

„das ist nicht der Zug nach Spandau.“aber ich weess och nich welcha Zug das jetzt ist. Kollege Zugführer, wohin fährst du?“

Der Zugführer steigt aus.

„sag du es mir, ich blicke nicht durch.“

Nach dem Streik ist vor dem Streik…