Donnerstag, 5. Februar 2026

Eingeschneit

 



Eingeschneit

 

Heute Nacht hat es geschnitten

Schneien Schnitt Geschnitten

Glück und Wunder kübelweise

Vom Himmel

Das Herz im Schnee

Bedeutet auf SCHNEE isch

Ich lebe und liebe

 

Wir Berliner*innen haben es geschafft

Naja nicht wir direkt

Aber beim Aufwachen durften wir entdecken

Unsere Straßen Bäume Autos Wege

Einfach alles war eingeschneit

Kein Dreck

Nur helles Weiß froh fast

Und richtig dick und fett das Weiß

 

Zwei Kinder auf dem Weg zur Schule

Juchzten

Der Junge jubelte laut

Es hat geschnitten

Das Mädchen lacht

Wie ich hinterm Fenster auch

Das heißt geschneit

Nee erwidert der Junge

Schneien Schnitt Geschnitten

Und alles groß geschrieben

Er lacht sich dabei kaputt

Das Mädchen ahnt wie ich den Spaß am Wortspiel

Aber sicher ist sie nicht

Ungläubig über den Spaß am Absurden

 

Der Junge: Das Deutsch ist doch so scheiße Grammatik

Keine Logik ich verstehe es nie

Stimmt, denke ich.

Eine Logik gabs nie

Nur gehirnwäschenmäßiges Pauken und gute Didaktik

 

Aber ich übernehme

Es hat geschnitten

Und es gefällt mir

Nicht nur mit dem Schnee

Sondern auch mit Grammatik

Verspielter umzugehen


Und Liebeserklärungen in den Schnee geschrieben, haben wir auch nicht alle Tage...

Mittwoch, 4. Februar 2026

Wer bin ich in der Natur

 


 

Wer bin ich in der Natur? 

Eine Wölfin der Zerrissenheit

Ein Strom wilden Denkens

Eine Beterin vor den Wasserfällen

Eine Getriebene in den Gesetzen der Gezeiten

Eine Verwilderte ohne Putz

Mir eine Geliebte im Chaos

Aber Halt!

Die Milch zerrinnt mir im Café

Worte helfen meinen stolpernden Gedanken

Himmelschilder beruhigen meine urbane Verwahrlosung

Die Einsamkeit in den Schären farbenfroher Klippen

Dazwischen schläft die wahre Natur

Die mir wahre fremde Natur

Ich ziehe die Schuhe aus und die Socken streife ich von den Füßen

Ich stehe auf feuchter Erde

Ich stehe in der Natur

Ich die polternde Berlinerin

Eine Großstadtpflanze

Die Natur lacht

Sie braucht mich nicht

Trotz dem bin ich das in der Natur

Verstreue furchtlos Deine Asche

In den Strom Havel

Und schwimme unter Dir hindurch

Altgeworden

Kreativität zuerst



Wer zuerst abwäscht und an Sicherheit glaubt

Hat das Vertrauen verspielt und setzt auf falsche Spiele

Zuerst Kreativität und der Rest spielt sich von selbst

Glaube ans Spielen Atmen Malen Lesen Schreiben Wünschen beten 

Atme Lebe Lache Tanze Liebe

Glaube daran, dass sich eins ums andere ergibt und was, wenn's gelingt!

Manchmal ist es besser, im Bett zu malen und zu schreiben, und manchmal haut ein Schlaf alles raus.

Samstag, 24. Januar 2026

Morgenglanz






Morgenglanz

In der Stille

Vor dem Erwachen

Der blecherne Geruch 

Der Winterkälte vor dem Sonnenaufgang

Die unscharfe Erinnerung an Traumbilder

Der erste Café mit den ersten Worten und Tagebuch noch vor dem Tag und doch schon wach Morgenglanz um 4 oder 5 oder 6 oder 7

Ab 8 geht die Sonne auf 

Dann ist es Glanz vom Licht