Montag, 20. Juli 2026

Mein luftiger Juli/Berlin ist einfach klasse


 

Eine Überraschung am Abend, ein großer Strauss wilder Sonnenblumen von einer Landpartie geklaut und dann bei mir vorbeigebracht

Schöööööön

Die ganze Wohnung duftete nach Feld

Für mich ist dieser Sommer wie ein großer Blumenstrauss

Überall Wärme hier

Grosse Eisbecher

Eiscafes 

Eiswasser in rauhe Mengen 

kleine Wasserfontänen in Emailleschüsseln auf Terrassen und Balkonen

durstige Kleinvögel

freche Eichhörnchen

eine Füchsin auf dem Hof, auch immer sehr durstig an den ausgestellten Wassertränken

die Nachbarinnen und Nachbarn auf der Strasse und auf dem Spielplatz gegenüber mit Picknick am Abend

Schwimmen gehen in kleinen Berliner Waldseen 

Wer sich über die Wärme beschwert, Leute wirklich, der nächste Winter kommt bestimmt... Sommer sind eben warm und in meiner Kindheit gab es auch 30 Grad und mehr und wir sind damals sogar freiwillig nach Italien und Griechenland gereist und da wars wirklich wärmer als bei uns hier

Und bei über 35 Grad ist es durchaus empfehlenswert, mal nach den Älteren im Haus zu schauen, dachte ich auch so und vergesse immer, dass ich selber auch schon alt bin

Erst kürzlich hier geschehen: Ein junger Mann, Lehrling als Schornsteinfeger, den kenne ich noch als kleines Kind, steht plötzlich vor meiner Tür, mit einer Packung Vanilleeis, Frau Braun, ich wollte nur mal nach Ihnen sehen und fragen, ob sie mit der Hitze gut klarkommen? Ich war ganz erstaunt und auch erfreut. Wir müssen uns so ein bisschen um die Älteren im Haus kümmer, sein Einwand. Sie haben uns früher drüben den Fussballplatz von den Zuhältern freigeschaufelt und jetzt sehen wir eben nach ihnen.

Tja, da sage mal eine, wir BerlinerInnen wären kaltschnäuzig. Nee, wir kümmern uns. Und sind aufmerksam und freundlich.

Wir haben dann zusammen auf dem Balkon Kaffee getrunken und ich konnnte ihn endlich mal zu seiner Berufswahl befragen. Eine ungewöhnliche Berliner Familie. Eltern beide christlich geprägte BerlinerIn, haben ihre Söhne in freier Wahl auf die Jüdische Grundschule eingeschult, beide haben Balettunterricht besucht, beide tanzen heute noch mit großer Leidenschaft und sind Automechaniker und jetzt in zweiter Generation Schornsteinfeger geworden. Alle Kinder Abitur ohne Wunsch zu studieren, einfach, weil sie gerne noch mehr lernen wollten. Der Großvater vom Schornsteinfeger und Vater vom Automachaniker geht mit seinen Jungs untergehakt durch die Strasse, sie umarmen sich am Feierabend und gehen insgesamt so warmherzig miteinander um. Das ist eben auch Berliner Lebenskultur. Nur mal so nebenbei. Als ich die Großmutter beider mal fragte, wie es dazu kommen konnte, dass sie sich für die Jüdische Schule und für den Balettunterricht für ihre Jungs hat einnehmen lassen, sagte sie ganz ruhig und gelassen:

Jungs sollen sich schön bewegen und beide hatten so eine Lust daran. Das reichte mir. Beide Kinder wollten auf die Jüdische Schule, weil sie von uns viel über die Judenvernichtung und das dritte Reich erfahren haben. Unsere Familie hatte immer private Kontakte in diese Kreise, beruflich und persönlich. Mein Vater hat sich damals eingemischt und ist erschossen worden. Einfach, weil er gefragt und sich eingesetzt hat. Seitdem weiß ich, dass wir uns immer schon im Vorhinein und für immer einmischen und das Jüdische kennen sollen. Wir sind mit den Jungs auch ab und zu in die Synagoge gegangen.Und die Stolpersteine vor unseren Hauseingängen putzen wir gemeinsam regelmäßig. Ihr Name ist ja auch dabei...sie schaute mich fragend an. Genau vor meinem Haus gabs von Anfang an Stolpersteine von drei Personen mit meinem Familiennamen. Nein, sage ich, ich habe auch schon nachgeforscht, aber es ist nicht unser Familienstrang. Aber deren Steine poliere ich trotzdem im Winter, das war mir ein Anliegen. Und da lachte sie...wir dachten es uns schon...dass sie die putzen...

Wir sind hier eine ganz gute Nachbarschaft. Und das ist eben auch Teil meines luftigen Juli. Lasst Euch den Sommer schmecken. 

Und wo immer Ihr lebt, denkt an die Demokratie und auch ans Patriachat, kümmert Euch darum, ist auch so eine wichtige Gemengelage...aber wenn alle mittun wirds luftig...bestimmt... 

 







Mittwoch, 15. Juli 2026

Ausprobiert

Alles probieren
Fröhliche Lieder dabei Summen
Ans gute Gelingen glauben
Beten Hoffen
GELUNGEN

Die war der erste Versuch vom Tablet
Geht doch





Mein luftiger Juli

 


 

"Ich setzte den Fuß in die Luft und sie trug" (Zitat nach Hilde Domin)

 

Das dachte ich auch

und wollte den Juli zum luftigen Monat mit

gelben Notaten versehen

hier bearbeiten

 

Dann verlor ich

mein Handy

meine Daten

meine Bilder

 

aber vielleicht

ist eben auch dies

eine luftige Note

im Sommer

 

Nun kommt

bald ein neues handy

auch ein Notebook

drängelt sich hier ein

 

So langsam kommt

der frische Wind zurück

vielleicht auch 

alle Daten

 

6 Tage ohne Zugang

in die Digitale luftige Welt

Detox nennen es die einen

Unachtsamkeit nenne ich es

 

Hier gibts bald wieder mehr

und dann wird das LUFTIGE

eben achtsam erweitert

Bis bald


 


Freitag, 26. Juni 2026

Wasser im Blauen Juni









Wärme und Sommer





Ich bin doch immer

wieder erstaunt

mit welcher Selbstverständlichkeit

der Sommer bejammert wird

Ich erinnere Eiskälte und meine Sehnsucht nach Wärme

Ich erinnere auch: endlich mal richtiger Winter

Ich will mich an dem freuen, was der Sommer mir schenkt:

Goldregen Gordruten Sonne satt

Blühende Kapuziner Kresse

Sonnenblumen Geranienblüten

Oleander

Eis Eis Eis

ICE crashed Coffee mit Hafermilch

Eiskalte Duschen

Schwimmen im See oder Meer

Wir können jedenfalls sagen: JA DER SOMMER IST DA

Geht da mal Freude?!!

Geht da mal das Herz auf!!!




Freitag, 19. Juni 2026

Gebrauchskunst


      Von Gesprächsfäden und Sicherheitsnadeln

Gebrauchskunst

Sehr frei nach ANNI ALBERS(1899-1994) Lehrkraft und Künstlerin am Black Mountain College/ experimentelle und verspielte Didaktik/selber inspiriert durch  Aufenthalte in Mexiko

Ich sah und las das in dem tollen und sehr empfehlenswerten Buch/ The Story of Art without Men von Katy Hessel

Ich war sofort fasziniert  und wollte es ausprobieren.






Material: alte Sicherheitsnadeln/ alte Seidenfäden/ neue Abflussiebe/ eine sehr alte Stöpselkette/ alte Paketschnur

Glaubenssätze

 







Disziplin ist VERTRAUEN

VERTRAUEN darauf, dass passiert, was geschehen soll

Vergiss Strenge

Vergiss Kalkül

Vertraue in deine kreative Seite

Lass Dich selber in Ruhe tun oder nichts tun

Vertraue Dir selber

Geh raus

Vergleiche nie!

Konkurrenz ist langweilig

Tue

Alleine und MIT ANDEREN FRAUEN

Unterstütze Frauen und suche Dir Unterstützung von Gleichgesinnten Frauen

Alles zu ihrer Zeit

Donnerstag, 18. Juni 2026

Mein blauer Juni/ Blaumachen mit ZUFällen des Alltag



 




Da liegen in einer Schachtel

diese Steine

Ein blaues Herz

mittendrin darum

ein Glücksbringer

Das Eisen und Ja und Yes

Da liegen die Steine

Da schwimmt ein Fisch

Und ich ahne

das sind Zu Fälle der Aufmerksamkeit für Blau

Irgendwie poetisch das Leben

Manchmal