Ein Engel
Ein Engel
sieht seine Freunde
aus allen Scherben
erwachsen
Aber
manches Mal
bleibt
die Suche
nach Verbindung
Was uns
trennt
vom Engel
sind nur Wir
Er sucht uns
immer wieder
Wir sind
sein Bleiben
Ein Spielplatz für die magischen Momente im Leben
Ein Engel
Ein Engel
sieht seine Freunde
aus allen Scherben
erwachsen
Aber
manches Mal
bleibt
die Suche
nach Verbindung
Was uns
trennt
vom Engel
sind nur Wir
Er sucht uns
immer wieder
Wir sind
sein Bleiben
Eingeschneit
Heute Nacht hat es geschnitten
Schneien Schnitt Geschnitten
Glück und Wunder kübelweise
Vom Himmel
Das Herz im Schnee
Bedeutet auf SCHNEE isch
Ich lebe und liebe
Wir Berliner*innen haben es geschafft
Naja nicht wir direkt
Aber beim Aufwachen durften wir entdecken
Unsere Straßen Bäume Autos Wege
Einfach alles war eingeschneit
Kein Dreck
Nur helles Weiß froh fast
Und richtig dick und fett das Weiß
Zwei Kinder auf dem Weg zur Schule
Juchzten
Der Junge jubelte laut
Es hat geschnitten
Das Mädchen lacht
Wie ich hinterm Fenster auch
Das heißt geschneit
Nee erwidert der Junge
Schneien Schnitt Geschnitten
Und alles groß geschrieben
Er lacht sich dabei kaputt
Das Mädchen ahnt wie ich den Spaß am Wortspiel
Aber sicher ist sie nicht
Ungläubig über den Spaß am Absurden
Der Junge: Das Deutsch ist doch so scheiße Grammatik
Keine Logik ich verstehe es nie
Stimmt, denke ich.
Eine Logik gabs nie
Nur gehirnwäschenmäßiges Pauken und gute Didaktik
Aber ich übernehme
Es hat geschnitten
Und es gefällt mir
Nicht nur mit dem Schnee
Sondern auch mit Grammatik
Verspielter umzugehen
Und Liebeserklärungen in den Schnee geschrieben, haben wir auch nicht alle Tage...
Wer bin ich in der Natur?
Eine Wölfin der Zerrissenheit
Ein Strom wilden Denkens
Eine Beterin vor den Wasserfällen
Eine Getriebene in den Gesetzen der Gezeiten
Eine Verwilderte ohne Putz
Mir eine Geliebte im Chaos
Aber Halt!
Die Milch zerrinnt mir im Café
Worte helfen meinen stolpernden Gedanken
Himmelschilder beruhigen meine urbane Verwahrlosung
Die Einsamkeit in den Schären farbenfroher Klippen
Dazwischen schläft die wahre Natur
Die mir wahre fremde Natur
Ich ziehe die Schuhe aus und die Socken streife ich von den Füßen
Ich stehe auf feuchter Erde
Ich stehe in der Natur
Ich die polternde Berlinerin
Eine Großstadtpflanze
Die Natur lacht
Sie braucht mich nicht
Trotz dem bin ich das in der Natur
Verstreue furchtlos Deine Asche
In den Strom Havel
Und schwimme unter Dir hindurch
Altgeworden
Wer zuerst abwäscht und an Sicherheit glaubt
Hat das Vertrauen verspielt und setzt auf falsche Spiele
Zuerst Kreativität und der Rest spielt sich von selbst
Glaube ans Spielen Atmen Malen Lesen Schreiben Wünschen beten
Atme Lebe Lache Tanze Liebe
Glaube daran, dass sich eins ums andere ergibt und was, wenn's gelingt!
Manchmal ist es besser, im Bett zu malen und zu schreiben, und manchmal haut ein Schlaf alles raus.