was
liebe ich dieses Spätsommerlicht
es schmeichelt den Blättern
taucht die Füße in gold
zwischen dem herbstlich duftendem Laub
noch kannst Du barfuss über die Wiese schreiten
das ist das besondere an diesem Licht
es lässt mich noch einmal vergessen
dass es die Herbstsonne sein könnte
aber Stop
noch halte ich morgens mein Gesicht
in die wärmenden Sonnenstrahlen
und die Herbstastern lächeln milde
ihre Blüten ruhen leise
nur eine leuchtet aufgeblüht hell Lila
Magisches Leben mit dem Blick aufs Glück
Ein Spielplatz für die magischen Momente im Leben
Samstag, 22. August 2026
Was für ein Licht
Montag, 20. Juli 2026
Mein luftiger Juli/Berlin ist einfach klasse
Eine Überraschung am Abend, ein großer Strauss wilder Sonnenblumen von einer Landpartie geklaut und dann bei mir vorbeigebracht
Schöööööön
Die ganze Wohnung duftete nach Feld
Für mich ist dieser Sommer wie ein großer Blumenstrauss
Überall Wärme hier
Grosse Eisbecher
Eiscafes
Eiswasser in rauhe Mengen
kleine Wasserfontänen in Emailleschüsseln auf Terrassen und Balkonen
durstige Kleinvögel
freche Eichhörnchen
eine Füchsin auf dem Hof, auch immer sehr durstig an den ausgestellten Wassertränken
die Nachbarinnen und Nachbarn auf der Strasse und auf dem Spielplatz gegenüber mit Picknick am Abend
Schwimmen gehen in kleinen Berliner Waldseen
Wer sich über die Wärme beschwert, Leute wirklich, der nächste Winter kommt bestimmt... Sommer sind eben warm und in meiner Kindheit gab es auch 30 Grad und mehr und wir sind damals sogar freiwillig nach Italien und Griechenland gereist und da wars wirklich wärmer als bei uns hier
Und bei über 35 Grad ist es durchaus empfehlenswert, mal nach den Älteren im Haus zu schauen, dachte ich auch so und vergesse immer, dass ich selber auch schon alt bin
Erst kürzlich hier geschehen: Ein junger Mann, Lehrling als Schornsteinfeger, den kenne ich noch als kleines Kind, steht plötzlich vor meiner Tür, mit einer Packung Vanilleeis, Frau Braun, ich wollte nur mal nach Ihnen sehen und fragen, ob sie mit der Hitze gut klarkommen? Ich war ganz erstaunt und auch erfreut. Wir müssen uns so ein bisschen um die Älteren im Haus kümmer, sein Einwand. Sie haben uns früher drüben den Fussballplatz von den Zuhältern freigeschaufelt und jetzt sehen wir eben nach ihnen.
Tja, da sage mal eine, wir BerlinerInnen wären kaltschnäuzig. Nee, wir kümmern uns. Und sind aufmerksam und freundlich.
Wir haben dann zusammen auf dem Balkon Kaffee getrunken und ich konnnte ihn endlich mal zu seiner Berufswahl befragen. Eine ungewöhnliche Berliner Familie. Eltern beide christlich geprägte BerlinerIn, haben ihre Söhne in freier Wahl auf die Jüdische Grundschule eingeschult, beide haben Balettunterricht besucht, beide tanzen heute noch mit großer Leidenschaft und sind Automechaniker und jetzt in zweiter Generation Schornsteinfeger geworden. Alle Kinder Abitur ohne Wunsch zu studieren, einfach, weil sie gerne noch mehr lernen wollten. Der Großvater vom Schornsteinfeger und Vater vom Automachaniker geht mit seinen Jungs untergehakt durch die Strasse, sie umarmen sich am Feierabend und gehen insgesamt so warmherzig miteinander um. Das ist eben auch Berliner Lebenskultur. Nur mal so nebenbei. Als ich die Großmutter beider mal fragte, wie es dazu kommen konnte, dass sie sich für die Jüdische Schule und für den Balettunterricht für ihre Jungs hat einnehmen lassen, sagte sie ganz ruhig und gelassen:
Jungs sollen sich schön bewegen und beide hatten so eine Lust daran. Das reichte mir. Beide Kinder wollten auf die Jüdische Schule, weil sie von uns viel über die Judenvernichtung und das dritte Reich erfahren haben. Unsere Familie hatte immer private Kontakte in diese Kreise, beruflich und persönlich. Mein Vater hat sich damals eingemischt und ist erschossen worden. Einfach, weil er gefragt und sich eingesetzt hat. Seitdem weiß ich, dass wir uns immer schon im Vorhinein und für immer einmischen und das Jüdische kennen sollen. Wir sind mit den Jungs auch ab und zu in die Synagoge gegangen.Und die Stolpersteine vor unseren Hauseingängen putzen wir gemeinsam regelmäßig. Ihr Name ist ja auch dabei...sie schaute mich fragend an. Genau vor meinem Haus gabs von Anfang an Stolpersteine von drei Personen mit meinem Familiennamen. Nein, sage ich, ich habe auch schon nachgeforscht, aber es ist nicht unser Familienstrang. Aber deren Steine poliere ich trotzdem im Winter, das war mir ein Anliegen. Und da lachte sie...wir dachten es uns schon...dass sie die putzen...
Wir sind hier eine ganz gute Nachbarschaft. Und das ist eben auch Teil meines luftigen Juli. Lasst Euch den Sommer schmecken.
Und wo immer Ihr lebt, denkt an die Demokratie und auch ans Patriachat, kümmert Euch darum, ist auch so eine wichtige Gemengelage...aber wenn alle mittun wirds luftig...bestimmt...
Mittwoch, 15. Juli 2026
Ausprobiert
Fröhliche Lieder dabei Summen
Ans gute Gelingen glauben
Beten Hoffen
GELUNGEN
Mein luftiger Juli
"Ich setzte den Fuß in die Luft und sie trug" (Zitat nach Hilde Domin)
Das dachte ich auch
und wollte den Juli zum luftigen Monat mit
gelben Notaten versehen
hier bearbeiten
Dann verlor ich
mein Handy
meine Daten
meine Bilder
aber vielleicht
ist eben auch dies
eine luftige Note
im Sommer
Nun kommt
bald ein neues handy
auch ein Notebook
drängelt sich hier ein
So langsam kommt
der frische Wind zurück
vielleicht auch
alle Daten
6 Tage ohne Zugang
in die Digitale luftige Welt
Detox nennen es die einen
Unachtsamkeit nenne ich es
Hier gibts bald wieder mehr
und dann wird das LUFTIGE
eben achtsam erweitert
Bis bald
Freitag, 26. Juni 2026
Wasser im Blauen Juni
Wärme und Sommer
Ich bin doch immer
wieder erstaunt
mit welcher Selbstverständlichkeit
der Sommer bejammert wird
Ich erinnere Eiskälte und meine Sehnsucht nach Wärme
Ich erinnere auch: endlich mal richtiger Winter
Ich will mich an dem freuen, was der Sommer mir schenkt:
Goldregen Gordruten Sonne satt
Blühende Kapuziner Kresse
Sonnenblumen Geranienblüten
Oleander
Eis Eis Eis
ICE crashed Coffee mit Hafermilch
Eiskalte Duschen
Schwimmen im See oder Meer
Wir können jedenfalls sagen: JA DER SOMMER IST DA
Geht da mal Freude?!!
Geht da mal das Herz auf!!!
Freitag, 19. Juni 2026
Gebrauchskunst
Von Gesprächsfäden und Sicherheitsnadeln
Gebrauchskunst
Sehr frei nach ANNI ALBERS(1899-1994) Lehrkraft und Künstlerin am Black Mountain College/ experimentelle und verspielte Didaktik/selber inspiriert durch Aufenthalte in Mexiko
Ich sah und las das in dem tollen und sehr empfehlenswerten Buch/ The Story of Art without Men von Katy Hessel
Ich war sofort fasziniert und wollte es ausprobieren.
Material: alte Sicherheitsnadeln/ alte Seidenfäden/ neue Abflussiebe/ eine sehr alte Stöpselkette/ alte Paketschnur
Glaubenssätze
Disziplin ist VERTRAUEN
VERTRAUEN darauf, dass passiert, was geschehen soll
Vergiss Strenge
Vergiss Kalkül
Vertraue in deine kreative Seite
Lass Dich selber in Ruhe tun oder nichts tun
Vertraue Dir selber
Geh raus
Vergleiche nie!
Konkurrenz ist langweilig
Tue
Alleine und MIT ANDEREN FRAUEN
Unterstütze Frauen und suche Dir Unterstützung von Gleichgesinnten Frauen
Alles zu ihrer Zeit





















