magisches leben mit dem blick aufs glück

ein spielplatz für die magischen momente im leben

Montag, 24. Januar 2022

Nebel 2



 




Nebel

ist wie fast Unaussprechliches

ganz verborgen gehalten

sprachlos sozusagen

 

Zäh zieht sich

lichtlos der Himmel

in die Ebene

überallhin

nichts nirgends

konturlos

alles stumpf keine Spitze

blaugrau verdirbt nichts

aber überschattet auch nichts

Nebel ist nichts mehr

Freude versinkt atemlos

es bleibt das Gegenteil von

glitzernden Sternen

am eisklaren schwarzen Himmel

 

Dann plötzlich

lichtet sich der Dunst

das graublaue Tier bleckt

mich mit Umrissen und Formen an

es verschwindet dahinter

ich sehe deine Zähne

 

Einen Moment lang hatte

Ich die Welt vergessen

mich auch

 

Den Nebel erinnere ich lange

Die Worte setzen sich

nach und nach

wir sprechen irgendwann

wieder fließend


Samstag, 22. Januar 2022

Sturm







Treppensteigen

ohne Luft zu holen


Lieben wollen

ohne Unterlass 


Die Wellen nicht mehr brechen

Sie brechen sich selber


Der Mond erfüllt sich

im Schein der Sonne


Der Vollmond ruft

schwere Winde

unter auflaufendem Wasser


Sehnsucht nach sicherem Stand

unter dem Gipfel des Wellenbruchs


Anschließend freier Flug

mit dem Sand der Dünen

zwischen den Zehen


Beim Sprechen knirscht

es zwischen den Zähnen




Freitag, 21. Januar 2022

ALLTAG Mich freut

 


Immer wenn ich
an diesem gemalten Bild
vorbeigehe
freut mich 
Freiheit 
irgendwo am Strand
am Meer ist immer
von allem mehr
selbst mit ganz wenig Geld
in der Tasche
fühlte ich mich
dort immer vom 
Leben überwältigt
und so ist es bis heute.





 
 Ich bin gesund.Sitze in einem Lokal.

Jemand bereitet mir eine Mahlzeit zu,

sorgt für sichernde Maßnahmen in unsicheren Zeiten.

Ich erinnere mich gut an den ersten Lockdown.Ich lebte alleine. Alle Lokale waren geschlossen. Die Zeit mit vermiedenen Kontakten erinnere ich. Das Trennende, UNKÖRPERLICHE erlebte ich als Bedrohung. 

Jede Freundin,die mich ansprach,mich traf, umarmte war eine Rettung.Es gab zwei!!!Mein Dank gilt ihnen ewig.



Daran freute ich mich! Sie haben mich emotional und damit menschlich gerettet!!!

Die Maske weiß ich heute als Not abwendend. Sie ist ein Symbol für diese Zeit. 

Am Anfang habe ich diese Dinger gehasst. Sie nervt mich manchmal heute noch. Zuweilen reiße ich sie mir regelrecht vom Gesicht. Wenn’s richtig kalt ist,wärmt sie mein Gesicht.

Für einen kurzen Moment im Aufzug oder in der Bahn verstehe ich die Möglichkeit einander zu schützen. Ich habe mich an den Gebrauch gewöhnt. Meinen Schleimhäuten in Mund und Nase hat dieses Stück geschadet . Ich habe sie beruflich stundenlang bei den Arbeitswegen und in den Gesprächen getragen. Ich mochte das nie.

Dennoch freue ich mich daran, gesund geblieben zu sein.

Mittlerweile messe ich Restaurants auch an der Qualität von naturtrüben und geschmackvoll gereiftem Apfelsaft.Wenn dann beim Wunsch nach einer Schorle das eisgekühlte Wasser in einer Karaffe dazugereicht wird, bin ich seelig im Trink- und Genusshimmel.

Ich liebe auch gute Weine, aber selten tagsüber, im Urlaub aber durchaus auch mal, mit Blick aufs Meer oder einen Hafen.

 
 
 
 
 
 
 

Mich freut die Ruhe.
Mich freut die Pause
und das Leben dazwischen und danach,
am meisten aber jetzt.


Montag, 17. Januar 2022

Malen









Endlich Lust zu malen

Ohne Vorstellung

Kein so muss es werden

Nur die Farben ausprobieren

Die Stifte und Pinsel anschauen durchsehen auspacken

Die Ölkreiden anschauen und mit den Farben spielen

Und dann liegen da die Äpfel

Plötzlich gibt es keine Hürde

Es macht einfach Freude

Sonntag, 16. Januar 2022

Erste Tulpen







Erste Tulpen

Schminken uns

den Winter ab

Grauweiß und Pink durchwoben

Salzkrüge schweben

mit ihnen

zwischen Grau und Schwarzblau

Die Treue des Winters

als Hüterin der Farben

Dennoch:

Erste Tulpen

schenken uns

die Hoffnung auf Frühling