magisches leben

ein spielplatz für die magischen momente im leben

Samstag, 14. September 2019

WAS, WENN... Urban Nation Grand Opening für zwei Tage






Was, wenn…

Die Biennial 2019 des Urban Nation eröffnet mit großer Pracht und Phantasie und künstlerischem Mut und Aufwand die Week Art Berlin.
Unter den Bülowbögen wurde eine Welt erschaffen, die zuweilen vergessen läßt, dass ich mich in einer Stadt oder einer Kultur bewege…was wenn ich alles vergesse und neu denke oder mir einfach bewußt mache, dass dies längst geschieht, wenn ich die Möglichkeiten in Betracht ziehe.



Es wurde viel fotografiert und es wurde viel Rücksicht genommen und es wurde gelacht und gestaunt.



Wenn wir von der Vergangenheit lernen,
was zählt dann heute?
Was, wenn Armut der Vergangenheit angehört?
Was, wenn Hunger nicht existiert?
Was, wenn Gesundheit keine Sache von Reichtum ist?
Was, wenn Bildung kostenlos ist und für jeden erreichbar?
Was, wenn es keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern gibt?
Was, wenn gesundes Wasser für alle Standard ist?
Was, wenn es saubere Energien gibt?
Was, wenn alle Menschen überall Arbeit haben und sich ernähren können?
Was, wenn es überall funktionierende Infrastrukturen gibt?
Was, wenn alle Menschen gleiche Rechte haben?
Was, wenn Städte Häuser Orte freundliche und gesunde Strukturen haben?
Was, wenn Konsum bewusst geschieht?
Was, wenn wir unseren Planeten wertschätzen?
Was, wenn wir unsere Meere lieben?
Was, wenn wir mehr Pflanzen anbauen als wir abbauen?
Was, wenn es allen Kindern möglich ist in Schutz und Sicherheit aufzuwachsen?
Was, wenn wir begreifen, das Wandel sofort stattfinden kann?





Ich bin eine begeisterte Anhängerin von urbaner Kunst, vom flüchtigen Hinschauen und Wegwissen, alles hier steht nur 2 Tage lang, Sand, Stein, Papier, Holz, Plastik, alle Materialien unserer Kultur im urbanen Raum, aus diesen Stoffen wurde gestaltet zu allen Fragen. Insgesamt fast meditativ gegenwärtig.



Der Berg atmet durchs Wasser



Die Strukturen des Gesichts sind das Gras im oberen Bild

Die Engel bewegen sich durch das Licht/Solar



Pieta mal anders






Mittwoch, 11. September 2019

HERBSTLICHT




Ich liebe Spätsommer, 
die wie LEUCHTHERBSTE daherkommen
ich liebe den kühlen Luftzug am Morgen
den Duft brauner Blätter
die Feuchtigkeit am Wellblech
die Töne ziehender Vögel
die Lust auf Kerzen
ich liebe das letzte Blütenaufgebot
die Samen fallen aus braunen Schalen
die Lampionblumen leuchten
die Birke schleudert ihre goldenen Blätter
in den Wind 
sie schmücken den Balkon
ein wenige leuchten sie wie verirrte Pfifferlinge
ich liebe den Herbsteinbruch
Kastanien warten aufs Sammeln
Bienenwaben aufs Drehen
die Sonne schenkt mir ihr Gold
DANKE für dieses Licht


Mittwoch, 4. September 2019

HIN-GABE



HIN-GABE
Vom Nachbargrundstück wächst
Eine Rose hin in den eigenen Garten
Das nenne ich doch mal
Eine HIN-GABE
So gesehen im Whatsapp Status einer Freundin, von der auch das Foto ist. Auf Instagram unter @athenaenodia zu finden.

Montag, 2. September 2019

aus welchem holz ist überwindung



aus welchem holz ist überwindung
aus welcher liebe rötet herzlich
woher nimmt das schicksal sein leben
wann schreitet der tod durch die freude
wohin läuft die trennung zwischen uns
welche eltern erbarmen sich ihrer fehler
es gibt so wenig antworten
auf schönheit und mut

Montag, 26. August 2019

FUSSLAHM


Nun bin ich fusslahm geworden und muss erstmal Zuhause bleiben.
Deshalb gibts hier mehr.
Die Reisen werden nachgeholt.
Insbesondere ans Meer wird gefahren. Wenn alles wieder tritt- und gangsicher ist.

Erinnerungen VATER




Es ist schon sehr viele Jahre her. Da zeigte mein Vater mir dieser Trauerweide und bemerkte, dass die, genau diese sein Lieblingsbaum sei. Ich hatte nie darüber nachgedacht, ob mein Vater einen Lieblingsbaum haben könnte.
Diese Trauerweide also.
Würdest Du Dich denn als traurigen Menschen beschreiben?
Ich habe im Grunde keinen Anlass dazu. Ich habe eine gesunde Familie, eine schöne Arbeit, warum also sollte ich traurig sein, kann man sich fragen. Aber ja, es gibt so eine Traurigkeit in mir. Dass ich nicht mutiger bin. Dass ich manchmal nicht einfach meiner Abenteuerlust nachgehe. Ich würde so gerne weite Reisen machen und nochmal ganz weit weg fahren. Aber deine Mutter ist nicht der Mensch dafür. Oder ganz einfach manchmal mehr Nähe zu ihr. Aber die lässt sie nicht mehr zu.
Da stand ich neben ihm und der Trauerweide.
Das war ein ganz kleiner Moment, kostbar, untröstlich und ehrlich. Dafür schätzte ich ihn sehr.

Donnerstag, 22. August 2019

Ferienzeit Begegnungszeit Reisezeit




 So, nun beginnt meine Reisezeit. Ich reise zuerst in den Süden nach München und  von dort hinauf in den Norden nach Lübeck. Zu Bus und mit der Bahn und vor Ort mit zur Verfügung gestellten Autos. Ich freue mich auf Begegnungen mit den verschiedenen Familien und immer Menschen um mich. Es werden viele Jugendliche und Kinder um mich sein und darauf stehe ich zur Zeit sehr. Ganz zum Schluss dann werde ich am Meer und bei meiner Schwester sein und das ganze Jahr 2019 bisher nocheinmal an mir vorüberziehen lassen.Es hatte ja im März mit einer neuen Arbeit begonnen. Nach 18 Monaten Krankheit hatte ich beschlossen mich auch beruflich nocheinmal neu zu orientieren. Frauen, es geht. Mir standen mit 63 Jahren wirklich  alle Türen offen, durch die ich zu gehen versuchte. Ich arbeite in einem angenehmen Team, habe einen sehr freien Chef, konnte mich kräftemäßig in Ruhe einfinden und bin nach einem halben Jahr in einer gesunden Routine gelandet. Es gibt noch Spiel nach oben und auch meine Arbeitsgebiete werden noch nach Bedarf erweitert. Ich arbeite nur noch 25 Stunden und geniesse das sehr. Ich habe mehr Lebensfreizeit und habe das erste Mal im Urlaub noch nicht einmal an die Arbeit gedacht. So habe ich mir das vorgestellt.



Auf der anderen Seite meines Lebens gab es plötzlich große Einschnitte:
 Nachdem mein Vater im Mai verstarb ist ihm unsere Mutter nach nur wenigen Wochen vor zehn Tagen  nachgefolgt. Sie ist 91 Jahre alt geworden und war kerngesund. Unsere Eltern waren 62 Jahre miteinander verheiratet. Sie wollte nicht ohne ihn leben und hat aufgehört zu essen.
Immer wenn ich eine Freundin aus meinem Telefonregister anrufe, erscheint zuerst die Rufnummer meiner Eltern. Jetzt geht da niemand mehr ran. Ich bin 63 Jahre alt und war der Grund für ihre Ehe. Ich finde mich einen guten Grund.


ABER, und die Sätze mit ABER sind die wichtigen: Ich will viel LEBEN um mich haben.
Deshalb reise ich dies Jahr so durch die Gegend, wie beschrieben. 

So, hier also die obgligatorischen Bücherberge, die ich für Reisen einfach brauche. Mit dem Einkauf der Lektüre beginnt für mich immer die Ferienzeit. Früher habe ich immer noch Krimis als Überraschungsgeschenke für Barbara gekauft. Das haben wir beide geliebt.
Einmal, da sind wir ganz nach oben in Europa gereist, wo es gar keine Buchhandlung mehr mit deutscher Literatur gab. Wir hatte nur noch EIN BUCH zusammen übrig. Ich glaube, es war die Päpstin, ach nein, es war der SCHWARM vom Schätzing. Barbara konnte schnell lesen, also hat sie begonnen, ich konnte mich noch mit einigen Zeitungen über Wasser halten. DANN HABEN WIR DAS BUCH IN DER MITTE DURCHGESCHNITTEN...so verrückt nach Lesen waren wir, so wichtig waren Bücher und sind es noch heute für mich. Durchschneiden ist nun nicht mehr.
 

 



 



Ich habe beschlossen, diesmal kein Netbook mitzunehmen, sondern nur einen Fotoapparat und mit dem Handy die Verbindung ins Internet zu halten.
Ich werde also Fotos über Instagram machen und auf der Seite rechts on diesem Post könnt ihr auf das schöne Frauen Konterfei des Graffities drücken und so seht Ihr diese. 
Bloggen kann ich vermutlich eher nicht, aber das macht ja nichts, nach den Ferien gehts weiter. Hier bin ich vermutlich wieder ab 20.September.
Ich wünsche Euch eine gute Zeit und mir auch.
Und dann beginnt ja auch schon wieder die Zeit der Herbstfarben und der Ernten.
Von Weihnachten spreche ich lieber nicht, erstmal will ich den Herbst riechen.