magisches leben

ein spielplatz für die magischen momente im leben

Mittwoch, 15. Januar 2020

BUDDHACAFETASSE




geschenke gibts die jibts janich sagt die berlinerin
aber irgendwie rührend
und bei mir jibts imma kaffe
wie bei meiner oma
und bei meiner mutta
meine oma hätte jesagt "KINNA KINNA JESCHENKE JIBTS, DIE JIBTS JANICH",
meine Mutter hätte hinzugefügt:" HÜBSCH HÄSSLICH MITN HENKEL DRAN ZUM WEGSCHMEISSEN", und ich war diejenige, die genau diese Dinge unbedingt behalten wollte. KAUGUMMIAUTOMATENRINGE waren mein Liebstes.

Danke Ramona für diese Idee, die ich zu schätzen weiss und diesen Becher liebe ich.
In einem Wiener Museum gabs mal einen Becher mit einer Urgöttin drauf, leider habe ich die nie erstanden, die war auch so toll.



Ich muss unbedingt einen Selfiekurs belegen... zuerst ist der Kaffee aus der Tasse geschwappt, dann alles auf mein Kleid und das ist dabei herausgekommen, aber der Lippenstift stimmt, Loreal, weil ich es mir wert bin...

Dienstag, 14. Januar 2020

ALTER




ALTER

Ich wünsche mir
Daß ich mich
In großen Bögen
Ums Dorf bewegen kann.

Mit Hingabe verkoste ich
Mich bis zum letzten
Atemzug mit schmackhafter
Demeterspeisung

Ich wünsche mir
Klares Denken
Geläuterte Sprache
Schwungvolles Schreiben

Meine Augen!
Bitte lest mich
Tapfer in jede Welt
Die ich sehne

Das Meer möge meinen
Leib umgarnen
Pflanzen möchte ich
Bis in den letzten Herbst

Ich will in der
Erde mit beiden Händen graben
Auf die meine Asche
Verstreut wird

Samstag, 11. Januar 2020

Let´s talk about violence




Lasst uns über Gewalt sprechen

Immer wieder begegne ich in meiner Arbeit Gewalt in verschiedenen Formen. In letzter Zeit vermehrt. Immer wieder dann die Herausforderung, wie damit umgehen.

Was ich sehe:
Eingerissene Ohrläppchen
Mit Zigaretten gebrandmarkte Handoberflächen
Schwarzblaue Male im Gesicht
Schnitte über den Armen und Beinen
Gebrochene Finger
Stumpfe Augen stumpfe Haare
Rauhe aufgerissene Lippen
Kleinkinderarme suchen irgendeine Nähe
Kinderweinen fleht in leere Elternohren
Mutlose Gesichter
Hilflose Rückfälle

Das alles beobachte ich
Und am Ende des Tages kann es geschehen
Da verlässt mich ein Mut

Dann gehe ich Nachhause
Da treffe ich mich
Und finde meinen Mut wieder

So viel zu der Diskussion darüber
ob Gewalt in den Erstkontakten angesprochen werden darf?!
Was muss ich denn noch beobachten?
Was sich zeigt, darf genannt werden
Und zwar beim Namen!
Begleiten heißt auch Stimme geben.
Schlimmer kann es nicht werden,
denn es ist schon da.

Auszuweichen bedeutet
dem eigenen Schmerz auszuweichen
dem Schmerz, selber Gewalt ausgeübt zu haben
Opfer von Gewalt geworden zu sein 
Gewalterfahrungen zu haben.
Ich kenne ausweichen. Ich kenne die Angst vor dem Schmerz. Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass mich der Schmerz nicht umgebracht hat. Seitdem spreche ich an, was ich sehe, beobachte und bemerke. 
Auch in der U Bahn oder auf der Strasse.



 


 





Mittwoch, 8. Januar 2020

Lyrikstern EIN PROJEKT 2020 auf meinem anderen Blog https://magischepoesie.blogspot.com/





Für alle, die normalerweise nicht so Lyrikafin sind und deshalb oder aus anderen Gründen noch nicht mitbekommen haben, dass ich auch einen Lyrikblog schreibe
https://magischepoesie.blogspot.com/ 
sei hier auf ein Projekt in 2020 von mir hingewiesen
Als ich vor einigen Tagen ein Interview mit einem Lyriker (das ist sein Hauptberuf) hörte und er am Ende  der Sendung sagte, er bräuchte für ein gutes Gedicht, naja, er wäre froh, wenn am Ende eines Monats eines da wäre, da mußte ich lächeln.
Ich kann gut verstehen, dass jemand so arbeitet...,
ich verspürte nur eine unbändige Lust ab sofort für ein Jahr lang den Versuch anzutreten, jede Woche einen Lyrikstern vom Himmel zu holen. Auch das Scheitern kann zum Spiel gehören, denn das soll es bleiben, ein Spiel mit den Worten und so weiter.
Nun war ich mir diesen Beweis längst selber schon angetreten, vor 10 Jahre, da gabs noch keinen Blog in meinem Leben.
Da hatte ich besondere kleine Hefte und habe jede Woche ein Gedicht geschrieben und sie waren allesamt gut, fand ich damals. Heute finde ich einige davon wirklich passabel oder schön. Damals habe ich sie zu Geburtstagen und Weihnachten verschenkt. Mehrere wurden auch in Kalendern oder  Lyrikanthologien veröffentlicht.
Aber mir gehts diesmal um mehr, ich möchte mich selber wieder mehr hinführen zum Lyrischem, auch mehr Experimente. Nun gut, ein Versuch für 2020 ist es doch wert.
Hier allen so viel Freude wie es mir hoffentlich macht.
Fotos gibts, wenns passt. Ich bin bekennende Lyrikliebhaberin mit guten Fotos.

Das sind die ambitionierten kleinen Bändchen

Neues bei https://wonderstoriesandmore.blogspot.com/



Eine neue Geschichte auf diesem Blog. Viel Freude



Sonntag, 5. Januar 2020

5.1.2020 FRAGEBÖGEN





Ich lese unheimlich gerne Fragebögen, die prominente beantworten. Hauptinspirationsquellen sind für mich da die letzte Seite des Deutschlandfunk und Deutschlandfunkkulturprogramm, analog, monatlich kostenfrei ins Haus geliefert. Wunderbar diese Broschüre, die inhaltlich auf fast jede Sendung im Feuilleton in knapper Beschreibung hinweist. Hörspiele, Lesart, Gespräche mit, politische Sendungen mit einer*em Gästin/Gast. Gestern Heribert Prantel, da bleibt keine Frage offen, da ist überall Herzblut, da bleibe ich eine Stunde lang tatenlos sitzen und lausche, höre fasziniert zu. Im Januar wurde Doris Dörrie befragt, sie beantwortete die Frage, was ihr Hauptcharakterzug sei mit FAULHEIT. Wie ihr Motto lautet? Wann, wenn nicht jetzt?!
Meine zweite Quelle für dufte Fragen an Menschen ist die Sonntagsausgabe des Tagesspiegels, auf den Sonntagsseiten.
Eine meiner Lieblingsfragen ist die nach unterschätzten Inspirationsquellen. Bahnfahren, ohne aufs Handy zu schauen, fand ich eine ziemlich dufte Antwort.

Schönen Sonntag heute wünsche ich Euch und mir. Ich gehe jetzt aufs Land spazieren.

Das Monatsheft zum Deutschlandfunk kann kostenfrei erbeten werden. Einmal im Jahr wird um eine Spende gebeten, die aber Kann und nicht Muss.

Samstag, 4. Januar 2020

4.1.2020 No More Bullshit


 
Cafe trinken und Unruhe verbreiten sind feministische Grundätze . Das soll nicht darüber hinwegtäuschen, wie entspannt Feministinnen auch ihren Cafe trinken können, wenn der Bullshit ihr*sein Ende hat.
  

4.1.2020
NO MORE BULLSHIT
Buch über sexistische Stammtischweisheiten
Von Melinda Tamas und dem Frauennetzwerk SORORITY/Österreich
Heute Vormittag habe ich im Deutschlandfunk Kultur in der Senderreihe Lesart/das politische Buch/immer Samstag/ eine Sendung über oben genanntes Buch gehört. Die Autorin Melinda Tamas, eine ausgewiesene Trainerin für politische Bildung und Antidiskriminierung wurde nach einem Beispiel befragt, was mich zu Tränenlachen brachte.
Also in der gesellschaftlichen Genderdebatte wird ja aus allen politischen Lagern immer wieder das sprachliche Gendern beklagt. Wie es ja schon aussieht und dass es so unbequem zum Lesen sei usw. Darauf antwortet sie, genau, so geht es mir auch, ich finde es auch unlesbar und unelegant, deshalb habe ich beschlossen in den nächsten 200 Jahren einfach ausschließlich die weibliche Formulierung zu benutzen. Eine Stunde später beschloss ich es hier auf diesem Blog doch einfach zu machen.
Ich persönlich finde das schon seit mindestens 30 Jahren ein Thema, das ich mit Hingabe verfolge. Ich mag genderschreiben übrigens gerne. Einmal hatte ein Mann einen tollen Artikel über Landwirtschaft geschrieben und dabei völlig selbstverständlich die Schreibweise mit dem _unten, also beispielsweise Landwirt_in geschrieben. Das war damals, so vor 20 Jahren eine Sensation und ich fand es einfach klasse. Später dann folgte eine Autorin mit einem Tex, wo sie das* einsetzte…Landwirt*in, ich fand das auch sehr geschmeidig. Ich habe mich nie für die eine oder andere Variante entschieden, sondern nach Gefühl geschrieben und auch gesprochen. Ich rede ja auch so, wenn beispielweise von Klienten im Team gesprochen wird, spreche ich immer von Klientinnen und Klienten und Kolleginnen und Kollegen. Da nenne ich die Frauen immer zuerst. Es hat noch nie jemand einen Einwurf gemacht. Meine Arbeitgeberin und der Gesamtverband haben klare Genderschreibweisen angewiesen, da heißt es dann eben Klient/in und Kollege/in. Diese Art mag ich nicht so gerne, aber sie ist mir lieber als die Missachtung. Sie ist im Gendermainstream unter fortschrittlichen Bedingungen längst ein Qualitätsmerkmal.
Am krassesten finde ich immer wieder, wenn Frauen davon sprechen, zum Frauenarzt, zum Zahnarzt oder zum Friseur zu gehen und wenn ich dann nachfrage und es alles Frauen sind, meine Herren, was läuft denn da ab!!!
Meine Leserinnen hier sind das längst gewohnt, dass ich so agiere, und es soll hiermit auch nochmal als klare politische Haltung gezeichnet sein.
In diesem Sinne uns allen ein frischen Jahrzehnt mit oder ohne NO MORE BULLSHIT!!!